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THEMA: Neuer aus der Schweiz mit BETA Alp 4.0 - 1. Eindrücke

Neuer aus der Schweiz mit BETA Alp 4.0 - 1. Eindrücke 13 Mai 2019 13:20 #11

  • tkm
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Hallo Budell

danke für die ausführliche Antwort.
Ja, da lernt man immer was dazu, daher sieht es für mich jetzt wie folgt aus:

- Die Info mit der Einspritzung: Da hab ich mich hier (feldweg-streune...p-40-numero-due.html) verlesen. Für mich war klar, dass EURO4 nur noch mit Einspritzung und Kat geht, vielleicht wollte ich das so lesen. Der Blogger hat übrigens ähnliche Anmerkungen zur Alp 4.0 wie ich auch. --)

- Die 10 Stelle ist ein G, also Modell 2015. Das erklärt einiges, denn in dem Fall war in dieser Zeit einiges möglich. Das erklärt auch die Korrosion. Und nein, ich hab nicht genau hingesehen bei den Speichen usw., erst nachdem ich hier gelesen habe, dass ab Werk sehr sparsam mit Fett umgegangen wird.

- CDI in den Luftstrom hängen kann man aber sehen wie man will. Ich hab jedenfalls gelernt, je kürzer die Ansaugwege und je weniger Verwirbelungen umso mehr Leistung. Sicher darf sie nicht zu heiss werden, aber derzeit kommt die Luft vor allem von den Schlitzen rechts/links in den Plastics und hinter der Batterie wie sie derzeit montiert ist bekommt sie noch genug Luft. Beim Transfer jedenfalls fuhr sie 108 km/h in der Spitze, was ohne Gepäck, Werksübersetzung und 85kg Fahrer dann doch zu wenig ist für angenommene 27 PS. Bin gespannt, wie sich das nach dem Versetzen mit mehr Luft und ohne Anschlag der Membran entwickelt.
Zu deiner Frage: Nein, das Motorrad explodiert nicht, es hat nur keine Leistung mehr und verbraucht dafür zu viel Sprit, weil das Benzin / Luftgemisch zu fett wird.

- Schrauben nachziehen: Der Vorbesitzer hat da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nichts gemacht. Und Gelände: Vergiss es, definitiv nicht. Diese Alp war noch nie richtig dreckig, das sieht man. Ich tippe wie gesagt auf "zum Bahnhof fahren", mehr nicht. Deswegen hab ich sie ja auch gekauft. Und dafür sollten die Schrauben echt nicht abfallen. Ach so: An der Übersetzung hat niemand etwas geändert, sprich da auch noch nie hingegriffen. Geschraubt hat da niemand was dran, sonst wären die Farbtupfen nicht intakt gewesen, ausserdem sieht man das, wenn eine Imbus / Sechskantschraube mal aufgedreht wurde an den Schrauben(innen-)kanten, auch ohne Farbtupfen.

- Kette: Wenn du eine neue O-Ring-Kette verbaust und nie schmierst, dann sollten nach 400 km Strasse zumindest zwischen den O-Ringen noch Fett sein. Wenn sich dan Kettenglieder aufstellen vor lauter Trockenheit, dann ist da auch kein Fett mehr und es besteht der starke Verdacht, dass da nie Fett war. Würde ja ein einheitliches Bild ergeben. :knips: Gelängt: Neue Kette, knapp ein Dritte der Anzeige an der Schwinge nach Nachstellen (vorher ganz vorne), ungleichmässig gelängt, hängt oben 5cm durch, von unten ganz zu schweigen? Glaub mir, die ist gelängt. Ohne die Führung hätte die Kette auch abspringen können. Das mit dem zu stramm spannen kenne ich, beim Zudrehen zieht es nochmal nach, ist auch bei anderen Enduros so. Muss man tierisch aufpassen.

- Aufkleber: Sag ich nichts zu, ausser: Warum hält es dann bei anderen Firmen jahrelang? Ist nach dem ersten Geländeeinsatz eh nicht mehr schön, aber von alleine abfallen geht gar nicht. Und das eigene Firmenlogo mit drei Luftblasen auf den Deckel pappen hätte ich besser hinbekommen.


- Gepäckträger: Ist bei Hardenduros / Cross mit Strassenzulassung aus Gewichtsgründen nicht drauf, war es auch noch nie. Bei der Alp 4.0 handelt es sich um den fast ausgesorbenen Vertreter einer Motorradgattung die im Gelände fahren kann und auch für Touren und Strasse gut ist, nicht umsonst hiessen die DR350 damals "dualsport". Die meisten Vertreter dieser Zeit hatten (Mini-)Gepäckträger. Auch heute, für den Stadtbetrieb montieren sich viele ein Topcase, um dem Helm einzuschliessen. Die müssen erst für 70 EUR einen Gepäckträger dazu kaufen? Bevor ich mir übrigens ein Topcase an eine Enduro montiere laufe ich lieber, gehört aber nicht hierher. Ich selbst brauch das Ding, um den Rucksack für's Gebüsch draufzuspannen.

- Schutzblech: Das Plastic ist einfach zu dünn. Eine Ranke an der richtigen Stelle und es zieht es dir vorne in den Reifen.

- Otto Normalverbraucher: Hätte nichts bemerkt, ausser das er mit seinem neuen Motorrad dauernd in der Werkstatt steht: Abdeckungen, die weggeflogen sind, Radlager und Lenkkopflager, die nach kurzer Zeit fressen, Leistung, die irgendwie fehlt, Tankanzeigen, die nicht gehen, usw. Ist ja "value for money", sprich "you get what you pay", und der Preis ist ja auch heiss. :knips:
Wen es beruhigt: was die Japaner abliefern ist auch nicht über jeden Zweifel erhaben: Bereits vor 20 Jahren war bei einer neuen Kawasaki Zephyr 750 nach 3 Jahren der Tank an der Sicke durchgerostet, weil man a) aufs Phosphatieren verzichtet hat und b) für den Schwimmer der Tankanzeige edleres Metall verwendet hat. Die entstehenden galvanischen Ströme haben dann für die Durchrostung gesorgt, der Tankanzeiger hatte sich regelrecht aufgelöst.
Aber: ich brauch keine Tankanzeige, ich brauche einen Tageskilometerzähler und wenn es hart auf hart kommt eine Reserverstellung.

- Kabeldurchmesser zu klein: In jedes Kabel dringt im Laufe der Zeit Feuchtigkeit ein. Dies wiederum führt zum Kupferwurm. Je kleiner der Durchmesser, umso schneller steigt der Widerstand im Bordnetz, sprich, es fällt schneller aus.

- Auspuff: Haben sie mit Edelstahl schon geregelt, stimmt. Ein feiner Zug von Beta mit dem Edelstahl, der ja in der Herstellung/Zukauf bestimmt teuerer ist wie sein Vorgänger. Das man dann aber in der QS das Fetten nicht hinbekommt und keine Schraubensicherung auf alle Schrauben macht verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Der GPR jedenfalls hat ABE, sollte also nicht zu laut sein. Ansonsten bekommt er Dämmwolle. Mit offenem Auspuff durchs Gelände nervt, man will ja wiederkommen.

- Moped meiner Träume: Alles schon gebaut. In meinem Fall war das im Endurobereich die DR500S, das beste Motorrad, dass ich je hatte, auch ohne Anlasser aber mit Dekompressionszug. Lief immer auf den ersten Kick, was sie später bei der DR350 schon wieder irgendwie vergessen hatten. Hätte ich aber aus Italien importieren und anschliessend komplett überholen müssen. Muss ich aber nicht, es gibt ja Beta Alp 4.0. :knips:

- Kultpotential: Da sind wir uns einig. Gebraucht gab es in CH nur 2, als ich kaufen wollte. Das war der beste Deal. 412 km ist ja praktisch neu, da kann man ja nichts falsch machen. Oder eben doch, wie ich jetzt sehe: 4 Jahre alt, ungepflegt, falsch gelagert. In der Summe nehme ich das in Kauf, da knapp 2000 unter NP ja auch ein Wort sind.

Gruss
Thilo
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Neuer aus der Schweiz mit BETA Alp 4.0 - 1. Eindrücke 13 Mai 2019 13:57 #12

  • tkm
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Hoi Stöff
Ja klar, ich hab geschrieben, das meiste ist bekannt und ich hab schon vorher in etwa gewusst, was ich da kaufe. Abgesehen sind die Winter lang und ich schraub gern.
Kauf Alp in CH: In Chables am Neuenburger See gibt's eine bei anibis mit 19'800 km, Bj 07. Da klangen meine 412 km und EZ 2017 deutlich besser. Gut, hat auch fast das Doppelte gekostet, war allerdings in Graubünden und von hier aus einmal quer durch's Land.
Die Kawas haben früher im Gelände gerne mal gekocht, ist das bei deiner auch noch so? Mir hat mal deswegen eine KMX (2T) einen Urlaub halb versaut. Wenn man genau hinschaut sieht man das Wasser im Ausgleichsbehälter kochen.



Hier sieht man auch gut die heutzutage scheinbar unbekannten Gepäckträger. :knips:

Gruss vom Bieler See
Thilo
Letzte Änderung: 13 Mai 2019 14:11 von tkm.
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Neuer aus der Schweiz mit BETA Alp 4.0 - 1. Eindrücke 15 Mai 2019 19:26 #13

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Nicht so viel jammer, fahr einfach
Gruß Andy
Alp 4.0 2013
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