
Das Benzin-Luftgemisch in einem Motor entzündet sich am besten (und treibt damit dein Fahrzeug an) wenn bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Das vom Vergaser (oder von einer Einspritzanlage) aufbereitete Benzin-Luftgemisch ist ein Gasgemisch (daher der Namer Vergaser).

Bei niedrigen Motortemperaturen "verklumpen" Teile der seinen kleinen Benzinbläschen miteinander zu größeren Bläschen. Dadurch lässt sich das Gemisch weniger gut von der Zündkerze enzünden. Außerdem ist bei kaltem Motor dein Motoröl (oder die Öle bei getrennten Schmiersystemen für Motor und Getriebe) noch relativ zähflüssig und beeinträchtigt so den Leichtlauf aller bewegten Teile im Motor.
Beide Umstände sorgen dafür, dass der Motor noch nicht so richtig "will". Durch die Betätigung des Chokehebels wird in der Warmlaufphase dem Motor zusätzlich Benzin zugeführt, um ihm seine Arbeit zu erleichtern.

Bei warmem Motor ist das Motoröl dünnflüssiger und das sehr feine Benzin-Luftgemisch lässt sich sehr gut entzünden. Der Motor läuft rund und auf die zusätzlich Kraftstoff verbrauchende Chokefunktion kann (und sollte) verzichtet werden.

Nach sechs Stunden Standzeit ist dein Motor genauso kalt wie deine Tasse Kaffee, also stehst du wieder vor einem Kaltstart.

Du wirst feststellen, dass die Warmlaufphase im Sommer kürzer ist als im Winter.