Moinsen.
Ich wollt mal ne Story zum Besten geben die im Anschluss auch eine offene Frage beinhaltet.
Im letzten Männerurlaub bin ich einem mittelgroßen technischen Defekt einheim gefallen.
Es ging los dass durch das Beladen/Entladen des Mopeds in den Camper sich unbemerkt die Rändelschraube am Gasgriff rausgedreht hat.
Das Starten war schon ungewöhnlich zäh, aber dafür gings dann ab... Dummerweise liess sie sich auch durch den Killswitch nicht stoppen - erst den Benzinhahn auf OFF liess den Motor 2min später abtouren. Ich nehme an dass durch die Eigenzündung auch keine Drehzahlbegrenzung eingehalten wurde.
Fehler gefunden, korrigier und angstvoll neu gestartet - Alles top. Puh...
Bei der ersten Ausfahrt hatte ich aber schon den Eindruck dass es im mittlere Drehzahlbereich vibriert und resoniert, klang jedenfalls etwas anders als gewohnt.
Dann zwei/drei Tage später als wir los wollten für eine neue Tour, großes Schreien, Quietschen, Rappeln, Knirschen - schnell aus. Scheisse: Das klang nach Kolbenfresser.
Motor auf offener Wiese aufgemacht aber nur folgendes gefunden: Kolben/Zylinder, ok aber..
Die beiden Federn der Auslasssteuerung haben sich scheinbar gelöst und sind einmal durch die Zahnräder der rechten Motorseite gekaut worden. Sprengring und Scheibe der Zentrifugaleinheit lagen unbeschädigt im Ölsumpf.
Wenn das die Auswirkungen des Überdrehens waren, dann wäre es mal interessant zu erfahren warum ich noch gute 15bh im Gelände fahren konnte. Leider sehe ich nicht mehr ob die Federn gebrochen sind oder sich ausgehängt haben oder was eigentlich passiert ist. Letztendlich habe ich dann Motor von den Reststücken befreit, neue Federn verbaut (danke an Albert in BiH) und Öl gewechselt. Zentrifugaleinheit ist augenscheinlich iO.
Diese unschönen Resonanzen habe ich nachwievor.
Gedanken dazu gerne willkommen.