Moin,
mich hat die Problematik gerade ereilt.
Standard RR300 Bj. 2019
Laufleitung 76h
Endurowanderbetrieb
Deutlich zu hörendes höherfrequentes Geräusch, Moped sofort abgestellt, war zum Glück beim Ride4Fun, musste somit nicht ganz so weit schieben, Motor aufgemacht -> linkes KW-Lager durch.
Da ein Lager ja nicht von jetzt auf gleich aufgibt, ist der beginnende Schaden eher einer gerinderten Betriebsstundenzahl zuzuordnen.
Hab dann hier quergelesen, gibt ja den einen oder anderen Beitrag dazu und folge jetzt der Empfehlung von "Redcat". Auf der linken Seite gibt es jetzt das Zylinderrollenlager, hier die Bezeichnung:
NU 206 ECP
Zylinderrollenlager, einreihig
- P: Käfig aus glasfaserverstärktem PA66, wälzkörpergeführt
- SKF Explorer
Rechts bleibt es beim 6206 Rillenkugellager, wird ebenfalls durch SKF ersetzt.
Das Ganze hat für mich doch leider einen faden Beigeschmack, da die Aussagen zu den Ursachen der Schäden nicht wirklich geklärt sind.
Die vorherigen Aussagen "Ursache ist oft nicht die Qualität des Lagers, eher die Maßhaltigkeit Kurbelwelle. Richtig? Teilweise falsch. Es ist ein Zusammenspiel von Welle und Temperaturhaushalt, der das Lager schneller altern lässt" sorgen leider auch nicht für Klarheit. Eine nicht maßhaltige KW ist eine mittelschwere Katastrophe, da es sich hier wohl um die Koaxialität handeln dürfte und das kann man nicht mal so eben hinbiegen. Auch der "Temperaturhaushalt" weist auf nicht korrekte Toleranzen hin, auch wieder blöd.
Egal was es nun ist, es gibt ja einige Spekulationen dazu, das Ganze schwebt aber nun wie ein Damoklesschwert über der Zuverlässigkeit des Mopeds, da man zwar repariert hat aber die Ursache für den vorzeitigen Verschleiß nicht beseitigt hat.
Nehmen wir mal an, dass das linke KW einfach unterdimensioniert ist, dann ist die Nummer mit dem Zylinderrollenlager durch. Leider spricht dagegen, dass ja der Großteil der Modelle die Probleme nicht hat, also sind wir wieder bei der Frage der Ursache ... ich denke meine Bedenken sind klar.
Aufgrund meiner vorherigen Ausführungen bin ich mir im Moment nicht so ganz einig wie das Ganze weiter gehen soll. Ich fahre jetzt im Alter immer mehr Enduro, zwar immer noch primär mehr MX, selbstverständlich mit einem anderen Moped, dafür möchte ich ein zuverlässiges Gefährt haben. Die nächste Wartung würde ich präventiv bei weiteren 60h durchführen, um zu schauen ob sich da wieder etwas anschleicht. Also wieder den kompletten Motor auseinander, selbstredend macht man dann den ganzen Rundumschlag. Das führt aber zunehmend zu einem höheren Wartungsaufwand als bei meinem 250 4T MX Moped und das unterliegt ganz anderen Beanspruchungen.
Schlussendlich denkt man schon mal darüber nach, ob es nicht Sinn macht, die Marke zu wechseln. Naja, das Ganze ist noch nicht zu Ende gedacht, da ich die Beta bzgl. ihrer Motorcharakteristik absolut bevorzuge, hilft nur nix wenn dessen Basis aus der Reihe tanzt!